Bereits vor dem Ordinationsgottesdienst von Judith Fresen herrschte reges Treiben im Altstadtgemeindehaus:
Zahlreiche Helferinnen eilten zwischen Küche, Gruppernraum und dem festlich geschmückten großen Saal hin und her, um angelieferten Kuchen appetitlich zu arrangieren, aus dem Kleinen Saal ertönte das Ansingen der Kantorei und die beteiligten Pfarrer_innen um Superintendent Braun hatten sich zur Vorbereitung ins Kellergeschoss geflüchtet …
Der Gottesdienst begann mit dem Einzug der mitwirkenden Geistlichen unter virtuoser Orgelmusik in die bis hinter den Altar mit Menschen gefüllte Altstadtkirche.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Schüttler sang die Kantorei die doppelchörige Psalmmotette „Jauchzet dem Herren“. Im Anschluss an die Eingangsliturgie eröffnete Superintendent Braun die Ordinationshandlung in seiner gewohnt charmanten Art. Sie mündete in einem großen Segenskreis, in welchem zahlreiche Kolleg_innen von Judith Fresen aus Gemeinde und Kirchenkreis der Pfarrerin gute Worte und Wünsche zusprachen. Die Kantorei sang ihr ein Segenslied.
Die frisch ordinierte Pfarrerin predigte über die Freiheit, zu der uns Christus befreit hat (Gal 5,1): Sie ist nach Paulus mehr als Selbstbestimmung: Sie wächst in der Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen. Kirche hat auch heute einen unverzichtbaren Auftrag: Räume zu eröffnen, in denen Menschen mit Gott und dem Grund ihres Seins in Resonanz kommen. Denn: Wer sich von Christus berühren lässt, entdeckt eine neue Weltbeziehung: geprägt von Vertrauen statt aus Angst und Kontrolle. Freiheit wächst dort, wo wir erfahren: Ich bin gemeint. Ich bin getragen. Ich bin geliebt.
Im Anschluss versammelte sich die Gemeinde zu einem zünftigen Sektempfang sowie Kaffee, Kuchen, Grußworten und Musik im Großen Saal.
Bürgermeister Thul, Mitarbeiter_innen unserer Kirchengemeinde und Pfarrer_innen der Nachbargemeinden kamen zu Wort, um Judith Fresen und ihre Familie willkommen zu heißen und ihre Vorfreude auf die künftige Zusammenarbeit zu bekunden. Pfarrerin i.R. Christa Wülfing hob die historische Bedeutung von Frauen im Verkündigungsdienst bis zurück zur biblischen Maria an Jesu Grab hervor. Martin Weishaupt sang ein kleines geistliches Konzert und Uwe Wintersohl hatte eigens ein Lied von Manfred Siebald für die Pfarrerin Fresen umgedichtet.
Wir sind sehr dankbar für unsere neue Pfarrerin und wünschen ihr Gottes reichen Segen für ihren Dienst.