Monatslosung im September 2025

Gedanken zum Monatsspruch September 2025 – von Dietrich Schüttler

„Gott ist unsre Zuversicht und Stärke.“ (Psalm 46,2)

Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl: Heute könnte ich „Bäume ausreißen“.  Was ich anpacke, gelingt mir einfach. Was ich mir vorgenommen habe, schaffe ich auch. Und am Abend blicke ich zufrieden zurück: Das hat gut getan.

Wohl die meisten Tage sind dann „so lala“. Eine irgendwie natürliche Mischung aus Leichtigkeit und Schwere, Erfolg und Scheitern. Das gehört zur Normalität. Damit kann man im Endeffekt gut leben. 

Aber dann kommt mal wieder so ein Tag, an dem mir nichts zu gelingen scheint. Es ist „zum Mäusemelken“. Am Abend habe ich vielleicht kaum etwas von dem geschafft, was ich morgens auf dem Zettel hatte. Und dann mache ich auch noch den Fehler und schalte die Nachrichten ein. Krieg, Katastrophen, Finanznöte und Diverses. Die ganze Welt scheint im Krisenmodus. Hat die Menschheit nichts dazugelernt? Dabei sehnen wir uns doch nach Hilfe. Wir brauchen „eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben“. Das ist ein Satz aus den Psalmen der Bibel, aber ein Nachsatz als Feststellung. Der Vorsatz dazu ist der Monatsspruch im September 2025 aus Psalm 46, Vers 2a:

„Gott ist unsre Zuversicht und Stärke.“

Ein Zeitgenosse lästert da ziemlich unverhohlen: „Typisch Christen. Immer, wenn sie nicht mehr weiterwissen, holen sie ihren Gott aus der Mottenkiste.“ Mal abgesehen von seiner respektlos-spöttischen Wortwahl – er übersieht dabei völlig, dass Gott für mich und ihn ja immer schon da ist. Gott ist in jedem Raum, in dem ich bin; er umgibt mich an allen Tagen, wie sie auch seien! 

Was bedeutet denn die Feststellung, die der Psalmbeter macht? Das Wort Zuversicht meint, hoffnungsfroh nach vorne zu schauen. Und das Wort Stärke erinnert daran, dass alles Gelingen von Gott kommt. Für den Psalmbeter ist dies eine Art Erfahrungswissen: Er hat es in seinem Leben so erfahren, hat Gottes Hilfe gespürt und darum weiß er authentisch davon zu reden. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt, auch wenn Scheitern zum Leben dazugehört, wird der Psalmbeter darum zuversichtlich weitergehen im festen Vertrauen auf den Herrn, der dazu Kraft und Gelingen gibt.

Denken wir daran: Nach diesem Psalm 46 hat der Reformator Martin Luther 1529 sein trotziges Lied geschrieben: „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Das zuversichtlich-feste Vertrauen auf Gott, der in Jesus sogar den Tod besiegt hat, war Luther in den Glaubenskämpfen seiner Zeit die entscheidende Stärkung.

Wenn wir auf unsere Welt schauen, dürfen wir sagen: Nicht am menschlichen Wesen wird diese Welt genesen. Und nicht Waffen werden es am Ende richten. Aber Gott, der mächtig ist, wird die Welt richten und Heil bringen. Und wir werden im Glauben, kraft der Auferstehung Jesu, eines Tages diese arge Welt überwinden.