Monatslosung im März 2025

Gedanken zur Monatslosung im März 2025
von Martina Struwe

„Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken.“ (Mose 19.33)

Das dritte Buch Mose – auch Leviticus genannt – enthält ganz viele Gesetze, die Gott seinem Volk Israel gegeben hatte, um ihr Leben und ihre Beziehung zu ihm zu ordnen. 

Manche Kapitel drehen sich um ein einzelnes Thema, andere – wie auch das 19. Kapitel – enthalten unzusammenhängende Ermahnungen und Weisungen.

Geht es im Vers 32 noch um Respekt vor Älteren und vor Gott, sind jetzt in unserer Monatslosung die Fremden dran: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken.“

War das etwas, was sie auf ihrer langen Wüstenwanderung schon interessierte? Oder erst später, wenn sie mal in ihrem gelobten Land angekommen waren?

Auch in der Wüste waren tatsächlich viele Nicht-Israeliten mit ihnen unterwegs.  In 2. Mose 12, 38 lesen wir über den Auszug aus Ägypten: „Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.“

Das Thema „Fremde“ kannten die Israeliten also sehr gut, und Gott gab ihnen eine klare Ansage zum Verhalten ihnen gegenüber.

Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Im Folgevers (3. Mose 19, 34) geht es sogar noch weiter: „Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.“

Den anderen lieben wie dich selbst ….? Das erinnert mich stark an Jesu Worte in Matthäus 22 39 auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot. 

Wenn auch Jesus die anderen, die Nächsten so wichtig waren – dann sollten sie es uns auch sein. 

Auch wir leben mit vielen Fremden im Land und es ist sicher nicht immer einfach. Da prallen Kulturen, unterschiedliche Verhaltensweisen und Überzeugungen aufeinander – aber wissen Sie was? Das war damals nicht anders. Einfach war das auch nicht! Und trotzdem hat Gott dieses Gebot gegeben. 

Ich bin davon überzeugt, wir tun gut daran, das auch heute ernst zu nehmen und in unserem Leben praktisch werden zu lassen.