Am Tag zuvor war Bergneustadt noch voller Bewegung. Menschen am Straßenrand, Musik, Festwagen, Winken, Lachen. Die Stadt hatte sich selbst gefeiert: bunt, laut, fröhlich und mit vielen Bildern, die bleiben.
Am Sonntagmorgen war die Stimmung eine andere.
Im Festzelt saßen die Menschen dicht beieinander auf den Bänken. Vorne auf der Bühne standen Mikrofone, Instrumente, Notenständer und eine große Leinwand mit dem Jubiläumsbild der Stadt. Über allem hing noch ein wenig Feststimmung vom Vorabend, aber jetzt war Raum für etwas anderes: für Dankbarkeit, für Besinnung und für den Blick darauf, was eine Stadt im Innersten zusammenhält.
Der ökumenische Gottesdienst zum Abschluss der 725-Jahr-Feier brachte viele Menschen noch einmal zusammen. Nicht als Zuschauerinnen und Zuschauer eines Programms, sondern als Gemeinschaft. Musik füllte das Zelt, Worte wurden gesprochen, Gebete fanden ihren Platz. Evangelisch und katholisch, Stadt und Kirche, Geschichte und Gegenwart kamen für einen Moment zusammen.
Besonders schön war dieser Gedanke: Ein Stadtgeburtstag erzählt nicht nur von alten Mauern, Jahreszahlen und Ereignissen. Er erzählt von Menschen. Von denen, die vor uns da waren. Von denen, die heute Verantwortung tragen. Und von denen, die morgen weiterbauen an dem, was Bergneustadt ausmacht.
So wurde der letzte Tag der Festwoche nicht einfach nur ein Abschluss. Er war eher ein Innehalten nach vielen bewegten Tagen. Ein gemeinsamer Moment unter dem Zeltdach. Ein Dankeschön für 725 Jahre Stadtgeschichte – und ein Segen für alles, was kommt.
Die folgenden Bilder zeigen Eindrücke vom ökumenischen Gottesdienst im Festzelt.